1770 wurde die Konzession für die Gaststätte mit der ursprünglichen Bezeichnung „zum Halben Mond“ erteilt (später nur noch „zum Mond“). Der erste Wirt soll Mathias Burger gewesen sein, der zusammen mit seiner Ehefrau Maria Anna Eggs in der Inschrift beim Lohwald-Kreuz als dessen Stifter benannt ist. Einer seiner Söhne ist der durch den Kirchenbau genannte Bürgermeister und Mondwirt Joseph Burger. Er starb 1836, sein Grabstein ist auf dem Gedenkfeld auf dem Friedhof erhalten. Im Gastwirtschaftenverzeichnis aus dem Jahr 1836 ist als Mondwirt Bernhard Burger genannt. 1859 übernahm Karl Breithaupt aus Griesheim die Wirtschaft und 1909 erhielt der Wirt Franz Karl Breithaupt die Erlaubnis zum Betrieb. 1948 wurde August Breithaupt die Konzession erteilt. Bis zur Aufgabe des Wirtschaftsbetriebes im September 1969 war die Gastwirtschaft somit 110 Jahre im Familienbesitz. Das Gasthaus „zum Mond“ war eine von drei „Realgaststätten“, neben dem Mond noch der „Anker“ und der „Dreiangel“.
„Realgaststätten“ (= Schankrecht auf dem Gebäude): Das Wirtschaftsrecht wurde von der Grundherrschaft erteilt, demnach wurde auch die Namensgebung entscheidend von ihr geprägt. Allen drei sogenannten Realgaststätten, ein nicht an bestimmte Personen gebundenes Wirtschaftsrecht, das verkauft und vererbt werden kann, ist gemeinsam, dass ihr Name sich vom Wappen der Grundherrschaft oder dem der Ehefrauen des jeweiligen Grundherren herleitet.
Beim „Mond“ ist der Gasthausname erklärbar mit dem Familienwappen der Ehefrau des damaligen Grundherrn Franz Karl von Neveu, Maria Sophia Reuttner von Weyl, in dem ein Halbmond zu erkennen ist.
Hier ist auch der Pfarrer und Heimatschriftsteller Heinrich Hansjakob in seiner Zeit als Badischer Landtagsabgeordneter (1871 bis 1881) mehrfach aufgetreten, zuletzt 1874, als er seinen Studienfreund und damaligen Windschläger Pfarrer Ernst Schaible besuchte.
Im „Mond“ wurden bis zum Bau der Turn- und Festhalle (1957) an Sonntagabenden auch Filme gezeigt.

