Ehemaliger Standort des Kriegerdenkmales

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In den 20er- und 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts wurden den Gefallenen zu Ehren überall in den Gemeinden Denkmäler errichtet. Die Stifter dieser Ehrenmale, Kriegerdenkmale, wie sie der Volksmund bezeichnete, waren meist die Militär- und Kriegervereine. Fast in jeder Gemeinde waren diese Vereine nach dem Krieg 1870/71 gegründet worden.

In Windschläg war 1873 ein solcher Verein aus der Taufe gehoben worden. Vereinsunterlagen sind keine mehr vorhanden. Aktivitäten oder Unternehmungen des Vereins – seine Losung lautete: „Arbeit im Militär- und Kriegerverein ist Dienst am Vaterland“ – sind nicht bekannt. Der Zeitpunkt der Vereinsauflösung ist unsicher. Mit der Feier zu seinem 60-jährigen Bestehen ließ dieser Verein 1933 das Kriegerdenkmal in der Ortsmitte neben der Kirche errichten.

Die Namen der Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurden in das Denkmal – ein mächtiger Granitblock mit Eichenlaub, Schwert und Stahlhelm – eingemeißelt.

Zeitzeuge Richard Fischer (verst. 1994) erinnert sich: „1933 war ich ein kleiner Junge. Am Samstag vor der Einweihung wollte ich mir das Denkmal ansehen. Dabei wurde ich Zeuge eines Gespräches zwischen Pfarrer Martin Hildebrand, Bgm. Josef Immenschuh und Militärvereinsvorsitzendem Eduard Birk. Pfarrer Hildebrand bemängelte, dass nirgends auf dem Denkmal ein Kreuz zu sehen sei und weigerte sich, das Denkmal ohne diesem christlichen Symbol einzuweihen. In aller Eile wurde dann noch das schmale Kreuz an der Seite angebracht“.

Das Kriegerdenkmal wurde 1978 neben den Haupteingang des Friedhofes versetzt. Passend zum alten Stein wurde ein neuer hinzugefügt, der an die Opfer des Zweiten Weltkrieges erinnert.