Fachwerkhaus mit Inschrift

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Die Inschrift weist den Erbauer und das Baujahr des Hauses aus: „Andoni Joggers und sein E(he)weib MEK (Maria Eva Kempf), Anno 1786“. Das darüberstehende Monogramm JHS bedeutet volkstümlich: „Jesus, Heiland, Seligmacher“.

Das besondere an diesem Haus ist, dass die Nachkommen von Andoni Joggers das Haus bis heute, mittlerweile in der 8. Generation, bewohnen. Viermal trug der Eigentümer den Vornamen Anton. Derzeitiger Hauseigentümer ist Arndt Joggerst, der das Haus grundlegend renovierte.

Das Haus ist ein Ortenauer Kniestockhaus, Giebel und Hofseite sind mit Schmuckfachwerk gestaltet, zu sehen sind „Feuerbock“, „Raute“ und „Wilde-Mann-Figur“. Der Feuerbock mit der Bedeutung „die göttliche Kraft des Feuers und gleichzeitig Schutz vor Feuer“, die Raute als Glückszeichen mit der Bedeutung „für Fruchtbarkeit von Mensch, Tier und Feldfrüchte“. (Allgemein auch gedeutet: Bodenständigkeit und Besitz). Die wilde Mannfigur im Giebeldreieck mit der Bedeutung: Vermehrung von Grundbesitz und Nachkommen.

Die Dachkonstruktion ist ein asymetrischer Kehlbalkenstuhl. Die Wetterdächle am Giebel schützen die Lehmgefache vor dem Auswaschen. Das Fachwerk besteht aus Eichenholz, die meisten Hölzer am Haus wurden von Hand mit der Kransäge bearbeitet, erkennbar an den Sägespuren.

Ausführliche Informationen zu Fachwerkhäusern finden sich im Handwerksmuseum in Kork mit handgefertigten, massstabsgenauen Modellen der für die Region typischen Fachwerkhäusern.