Wilhelm Kempf wurde in diesem Haus am 23. Mai 1852 als Sohn von Sebastian Kempf und Maria Stephania, geb. Heitz geboren. Schon als 14-jähriger ging er „der Studien wegen“ in das Benediktinerkloster Engelberg/Schweiz.
Kempf trat dem Orden der Redemptoristen bei und wurde am 3. Juni 1879 zum Priester geweiht. Bis 1895 wirkte Kempf in Spanien als Missionsprediger, ging dann krankheitshalber zurück ins Elsaß, zunächst nach Riedisheim und starb am 25. Dezember 1900 nach mehreren Krankenhausaufenthalten im Kloster Bischenberg bei Obernai, wo noch heute sein Grab auf dem dortigen Klosterfriedhof erhalten ist.
Von 1943 bis 1956 war in diesem Haus die Poststelle, betrieben von Luise Fischer, untergebracht. Das Haus ist heute im Besitz der Familie Birk, Sebastian Kempf war der Ur-Ur-Großvater von Josefa Birk.

