- 1123: Erstmalige urkundliche Erwähnung des Rudolfus de Windesle im Diplom Kaiser Heinrichs V. (1106-1125), als Zeuge einer Schenkung an das Kloster Alpirsbach, Urkunde in Straßburg ausgestellt. Unklar ist bis heute die Bedeutung des Namens: Windschläg hebt sich deutlich aus den -bach, -heim, -weier Ortsendungen in der Umgebung ab.
- 1258: Kloster Allerheiligen im Besitz des Zehnten; enge Verbindung zu den Herren von Diersburg, die dem Ortsadel folgten und das Patronatsrecht ausübten
- 1462: Die Herren von Diersburg ziehen sich aus Windschläg zurück und vermachen das Patronatsrecht dem Kloster Gengenbach (bis 1655)
- 1551: Windschläg, seit dem 13. Jahrhundert Teil der Landvogtei Ortenau, wird mit dieser österreichisch. Kaiser Ferdinand I. unterstellte damals die Reichslandvogtei dem Erzhause Österreich, so dass auch Windschläg ein Teil Vorderösterreichs wurde.
- 1656: Erzherzog Ferdinand Karl von Österreich als Regent Vorderösterreichs schenkt das Dorf Windschläg dem Obersten Carl von Neveu für seine Verdienste um das Haus Österreich, auch „weil er Hab und Gut in seinem Vaterland hat verlihren müssen“. Das Dorf sollte „weder itzt noch inskünftig der Landvogtey Ortenau, sondern alleinig dem ober- und vorderösterreichischen Wesen unterworfen sein“. Die Familie von Neveu erhielt neben dem Recht, den Zehnten zu erheben, auch das Patronatsrecht über die Pfarrei (1659-1978). 1665 bestätigt Kaiser Leopold I. die Schenkung.
- 1805: Windschläg kommt an Baden
- 1844: Ablösung des Zehnten, Windschläg entrichtet den Betrag von 57154 Gulden an den Grundherrn, viele Einwohner geraten in Armut und wandern aus
- 1944: Schwerer Fliegerangriff am 27. November, achtzehn Personen kommen um, zahlreiche Anwesen brennen, werden schwer beschädigt oder durch den Bombenhagel völlig zerstört, darunter die 1915 erbaute Kinderschule
- 1975: Eingemeindung in die Stadt Offenburg im Zuge der Gemeindereform, die Einwohner haben sich zweimal gegen die Eingemeindung ausgesprochen, schließlich erfolgte die Zwangseingemeindung.
Das Ortswappen wurde vom Generallandesarchiv 1899 geschaffen.
In Rot auf grünem Dreiberg ein silbernes Schwert mit goldenem Griff, das durch eine goldene Laubkrone gesteckt ist.
Der Dreiberg soll auf den als „Grabhügel des Windo“ gedeuteten Ortsnamen hinweisen, Schwert und Krone auf den Kirchenpatron St. Pankratius, dessen Attribute sie sind.
(Quelle: „Wappenbuch Ortenaukreis“)